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Elektrik & Solar

LiFePO4-Ladegerät Wohnmobil 2026: worauf es ankommt

Von 23 Min. Lesezeit

LiFePO4-Ladegerät Wohnmobil 2026: worauf es ankommt
Symbolbild, KI-generiert

Auf einen Blick

  • Programm: Lithium- oder LiFePO4-Programm mit der Spannung aus dem Batterie-Datenblatt
  • Spannung: Victron empfiehlt für seine LiFePO4 14,2 V, LiTime und Redodo nennen 14,4 V ± 0,2 V
  • Strom: Victron rät zu höchstens 0,5 C, LiTime und Redodo empfehlen 0,2 C
  • Kälte: je nach Batterie erst ab 0 °C oder ab +5 °C laden
  • Winterpause: Votronic und Büttner halten LiFePO4 im Lagerprogramm bei 50 bis 80 %

Welches Ladegerät eine LiFePO4-Bordbatterie im Wohnmobil richtig lädt: Ladespannung und Ladestrom nach Herstellerdaten, was der Elektroblock kann und wie die Batterie durch den Winter kommt.

Anzeige: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Kaufst du darüber, erhalten wir eine Provision. Dein Preis ändert sich dadurch nicht. Die Preise in den Produktkarten holen wir regelmäßig beim Anbieter und zeigen dir das Datum dazu; verbindlich ist, was beim Händler steht. Beträge im Fließtext stammen aus der Entstehungszeit des Beitrags und sind seitdem nicht überprüft worden.

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Drei Ladegeräte für die häufigsten Fälle

Kein eigener Test: ausgewählt nach Herstellerdaten, die unten im Text stehen.

  1. Mobil, Batterie bis 150 Ah: Victron Blue Smart IP65 12/15 mit Lithium-Ionen-Programm (14,2 V) und ohne Lüfter; nach Victrons Tabelle für LiFePO4 von 30 bis 150 Ah.

    Victron Energy Blue Smart Batterie Ladegerät 12V 15A 230V IP65 CEE…

    Ladegerät mit 15 A und Lithium-Ionen-Programm: laut Victron 14,2 V Ladespannung, keine Erhaltungsladung, danach Lagerung bei 13,5 V. Ohne Lüfter, Schutzart IP65; nach Victrons Tabelle für LiFePO4 von 30 bis 150 Ah.

    113,48 EUR (Stand: 08.10.2026, 07:26 Uhr MESZ)

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  2. Nur für LiFePO4, bis 200 Ah: Ective Multiload 20 LFP mit 20 A, laut Ective für 40 bis 200 Ah.

    ECTIVE Multiload 20 LFP Batterieladegerät 20A 12V für Lithiumbatterien

    Ladegerät nur für 12-V-LiFePO4 mit 20 A: laut Ective acht Ladestufen, Ladeschluss bei 14,5 V, Erhaltung zwischen 13,4 und 13,8 V. Laut Ective für 40 bis 200 Ah.

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  3. Fest eingebaut, bis 300 Ah: Victron Blue Smart IP22 12/30 mit einem Ausgang, Lithium-Ionen-Programm und Nachtmodus; nach Victrons Tabelle für LiFePO4 von 60 bis 300 Ah.

    Victron Blue Smart IP22 Ladegerät 12V Bluetooth 30 A 1 Ausgang

    Ladegerät mit 30 A an einem Ausgang und demselben Lithium-Ionen-Programm wie das IP65 (14,2 V, Lagerung 13,5 V). Laut Victron für Batterien bis 300 Ah, bei LiFePO4 ab 60 Ah; mit Lüfter und Nachtmodus.

    157,00 EUR (Stand: 08.10.2026, 07:26 Uhr MESZ)

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Alle Ladegeräte und wie sie ausgewählt sind

Eine LiFePO4-Bordbatterie lädst du am Landstrom mit einem Ladegerät, das drei Dinge kann: die Ladespannung treffen, die der Batteriehersteller vorgibt, einen Ladestrom liefern, der zur Kapazität passt, und bei Kälte nicht laden, entweder über einen Temperaturfühler am Ladegerät oder über das BMS der Batterie. In vielen Wohnmobilen sitzt dieses Ladegerät im Elektroblock, und nicht jeder Elektroblock hat ein Programm für Lithium.

Hier steht, was die Hersteller selbst angeben: Victron, LiTime und Redodo zur Batterie, Victron, Votronic, Büttner, Ective und CTEK zum Ladegerät, Schaudt zum Elektroblock. Jede Angabe trägt ihre Quelle, alle Quellen stehen am Ende.

Achtung

Kaufberatung, keine Einbauanleitung. Für Anschluss, Absicherung und Einstellungen gelten die Anleitungen von Ladegerät, Batterie und Fahrzeug.

230 V ist Fachkraftsache: Arbeiten an der 230-V-Anlage, etwa am Netzladegerät oder am Elektroblock, gehören in die Hand einer Elektrofachkraft. Bei Zweifeln immer eine Elektrofachkraft hinzuziehen.

Auf einen Blick

Das Wichtigste zum LiFePO4-Ladegerät.

Entscheidend ist nicht das Wort „Lithium“ auf der Verpackung, sondern ob Spannung, Strom und Kälteschutz zu deiner Batterie passen. Das steht in ihrem Datenblatt.

  • Spannung:Victron empfiehlt 14,2 V, LiTime und Redodo nennen 14,4 V ± 0,2 V.
  • Strom:Für 100 Ah empfiehlt Victron höchstens 50 A, Redodo 20 A.
  • Kälte:Victron gibt für seine LiFePO4 einen Ladebereich ab +5 °C an, Redodo und LiTime ab 0 °C.
  • Elektroblock:Der Schaudt EBL 99L ist nur für Blei gedacht, EBL 253 und EBL 402 haben eine Lithium-Einstellung.

Was ein LiFePO4-Ladegerät anders macht

Ein Ladegerät lädt zuerst mit konstantem Strom, bis die Ladespannung erreicht ist, dann hält es die Spannung, während der Strom sinkt. So geben LiTime und Redodo das Ladeverfahren ihrer Batterien an (CC/CV). Der Unterschied zwischen einem Blei- und einem LiFePO4-Programm liegt in den Zahlen und in dem, was nach dem Laden kommt.

Am Victron Blue Smart sieht man das gut, weil es beide Welten in einem Gerät hat (Victron Energy, Handbücher Blue Smart IP65 Charger und Blue Smart IP22 Charger, abgerufen am 07.10.2026):

Programm Ladespannung Erhaltung Lagerung Wiederherstellung
Normal (Blei) 14,4 V 13,8 V 13,2 V 16,2 V, wenn eingeschaltet
Hoch (Blei) 14,7 V 13,8 V 13,2 V 16,5 V, wenn eingeschaltet
Lithium-Ionen 14,2 V aus 13,5 V nicht wählbar

Im Lithium-Ionen-Modus schaltet Victron außerdem die Temperaturkompensation ab, mit der das Gerät bei Blei die Ladespannung an die Temperatur anpasst. Das Programm „Hoch“ und die Wiederherstellung liegen über den 14,4 V, die Victron als höchste Ladespannung seiner eigenen LiFePO4 angibt (Victron Energy, Datenblatt „12,8 & 25,6 Volt Lithium-Eisenphosphat-Batterien Smart“, abgerufen am 07.10.2026). Deshalb zählt das gewählte Programm, nicht der Name auf dem Gerät.

Votronic schreibt in seiner Broschüre zur Ladetechnik: Wer eine LiFePO4 mit einem Gerät lädt, das nur für Blei-Batterien ausgelegt ist, nutzt ihre Vorzüge wie Kapazität und Zyklenzahl unter Umständen nicht voll (Votronic, Broschüre „Ladetechnik 2025“, abgerufen am 07.10.2026).

Votronic, Büttner und Schaudt (in den Anleitungen zu EBL 227 und EBL 402) setzen ein Batterie-Management-System (BMS) voraus; die Anleitung des EBL 253 sagt dazu nichts. Votronic lässt den Betrieb seiner Ladegeräte an einer LiFePO4 ohne BMS, Zellenausgleich und Schutzbeschaltung ausdrücklich nicht zu. Die Victron Lithium Battery Smart muss laut Datenblatt an ein separates BMS angeschlossen werden; dieses stoppt das Laden, wenn eine Zelle über 3,75 V steigt oder die Temperatur zu hoch oder zu niedrig ist.

Das Ladegerät ist nur eine von drei Ladequellen. Während der Fahrt lädt der Ladebooster, auf dem Dach der Solarregler, und beide brauchen ebenfalls das Programm der Batterie. Wie die drei zusammenspielen, steht im Ratgeber Aufbaubatterie, welcher Booster passt, im Ladebooster-Ratgeber, und wie du die Solaranlage auslegst, im Solar-Ratgeber.

Ladespannung und Programme: was die Hersteller angeben

Die richtige Ladespannung legt der Batteriehersteller fest, nicht der Hersteller des Ladegeräts. Drei Beispiele:

Batterie Ladespannung Erhaltung Empfohlener Ladestrom Laden erlaubt
Victron LiFePO4 Smart 12,8 V 14,0–14,4 V, empfohlen 14,2 V 13,5 V 100 Ah: bis 50 A, 200 Ah: bis 100 A +5 bis +50 °C
LiTime 12 V 200 Ah Plus 14,4 V ± 0,2 V – 40 A (0,2 C) 0 bis 50 °C
Redodo 12 V 100 Ah H190 14,4 V ± 0,2 V – 20 A (0,2 C) 0 bis 50 °C

Quellen zur Tabelle: Victron-Datenblatt „12,8 & 25,6 Volt Lithium-Eisenphosphat-Batterien Smart“, Produktseiten der LiTime 12V 200Ah Plus und der Redodo 12V 100Ah H190, alle abgerufen am 07.10.2026. Ein Strich heißt: keine Angabe auf der geöffneten Herstellerseite.

Die Ladegeräte in diesem Ratgeber laden im Lithium-Programm so (Anleitungen der Hersteller, abgerufen am 07.10.2026):

Ladegerät, Programm Ladespannung Danach
Victron Blue Smart IP65 und IP22, Lithium-Ionen 14,2 V keine Erhaltungsladung, Lagerung bei 13,5 V
Votronic Pb 1215 bis 1230 SMT 2B, LiFePO4 14,4 V 13,8 V, später 13,5 V
Votronic VAC 1240 bis 1260 M 3A, Programme 5 bis 8 13,9 / 14,2 / 14,4 / 14,6 V 13,6 bis 13,9 V, später 13,4 bis 13,5 V
Büttner MT 1215 bis 1230, LiFePO4 14,4 V 13,8 V
Ective Multiload LFP 14,5 V 13,4 bis 13,8 V
CTEK Lithium XS 14,4 V 13,6 V, später 13,4 bis 13,8 V
Schaudt EBL 253, Stellung „Li“ 14,4 V 13,7 V

Was das für dich heißt:

  • Die Spannung muss ins Datenblatt passen. Ein Ladegerät mit 14,6 V liegt in dem Rahmen, den LiTime und Redodo nennen, aber über den 14,4 V, die Victron für seine Batterie als Obergrenze angibt. Votronic bietet beim VAC M 3A vier LiFePO4-Ladeprogramme an und schreibt dazu: unbedingt die Ladevorschriften des Batterieherstellers beachten (Votronic, Anleitung Automatic Charger VAC 1240 M 3A).
  • Nach dem Laden gehen die Geräte verschieden weiter. Victron schaltet im Lithium-Ionen-Modus die Erhaltungsladung ab und hält die Batterie in der Lagerphase bei 13,5 V. Die übrigen Geräte gehen auf eine Erhaltungs- oder Lagerspannung zwischen 13,4 und 13,9 V. Eine LiFePO4 muss laut Victron ohnehin nicht voll gehalten werden: Ihre Lebensdauer steigt sogar leicht, wenn sie nur teilweise geladen ist.
  • Ohne Temperaturfühler kein LiFePO4-Programm. Votronic und Büttner laden eine LiFePO4 nur, wenn ihr Temperaturfühler an der Batterie sitzt und angeschlossen ist. Beim Votronic Pb SMT 2B ist der Fühler Zubehör, beim Büttner MT liegt er bei (Votronic, Anleitung Automatic Charger Pb 1215 bis 1230 SMT 2B; Büttner Elektronik, Anleitung MT 1215 bis MT 1230).

Ladestrom: wie viele Ampere zur Batterie passen

Den empfohlenen Ladestrom nennt das Batterie-Datenblatt. Victron empfiehlt für seine LiFePO4 mit 100 Ah höchstens 50 A Ladestrom und für die 200-Ah-Batterie höchstens 100 A. LiTime und Redodo empfehlen 0,2 C, also ein Fünftel der Kapazität in Ampere: 40 A für die 200 Ah Plus, 20 A für die 100 Ah H190. Für die 200 Ah Plus empfiehlt LiTime ausdrücklich ein 12-V-LiFePO4-Ladegerät mit 40 A. Als zulässigen Höchstwert nennen dieselben Datenblätter deutlich mehr (Victron 100 Ah: 200 A, LiTime 200 Ah Plus: 200 A, Redodo H190: 100 A); die Empfehlung ist der schonende Wert, keine harte Grenze.

Die Untergrenze setzt das Ladegerät. Victron gibt für jedes Blue-Smart-Gerät die größte Batterie an, bei der der Ladestrom noch mindestens 0,1 C beträgt, also ein Zehntel der Kapazität. Nach oben soll der Strom laut Victron bei LiFePO4 normalerweise 0,5 C nicht überschreiten, bei Blei 0,3 C. Für kleine Batterien haben die Geräte deshalb einen Niedrigstrommodus. Aus Victrons Tabellen (Handbücher Blue Smart IP65 und IP22):

Ladegerät Ladestrom Batterie höchstens LiFePO4 mindestens, bei vollem Strom
Blue Smart IP65 12/10 10 A 100 Ah 20 Ah
Blue Smart IP65 12/15 15 A 150 Ah 30 Ah
Blue Smart IP22 12/20 20 A 200 Ah 40 Ah
Blue Smart IP22 12/30 30 A 300 Ah 60 Ah

Ective nennt für seine LFP-Ladegeräte Bereiche in derselben Größenordnung: 20 bis 100 Ah für das 10-A-Gerät, 40 bis 200 Ah für das 20-A-Gerät (Ective, Anleitung Multiload LFP, abgerufen am 07.10.2026).

Wie lange das dauert: Victron rechnet vor, dass ein 10-A-Ladegerät eine leere LiFePO4 mit 100 Ah in etwa zehn Stunden füllt, neuneinhalb Stunden mit konstantem Strom und eine halbe Stunde mit konstanter Spannung. Eine Bleibatterie gleicher Größe braucht nach Victrons Rechnung rund 16 Stunden, weil ihre Konstantspannungsphase bis zu acht Stunden dauern kann.

Am Landstrom: Das Ladegerät holt seine Leistung aus dem Anschluss am Stellplatz. Votronic nennt als höchste Leistungsaufnahme 330 W für den Pb 1220 SMT 2B und 490 W für den Pb 1230 SMT 2B. In der Anleitung erwähnt Votronic Stellplätze, die nur mit 2 A abgesichert sind; für solche Fälle begrenzt der Pb 1230 SMT 2B im leisen Nachtbetrieb (Silent Run) seine Ladeleistung auf etwa 80 Prozent. Betreiben darf man die Geräte laut Votronic nur an einer vorschriftsmäßig installierten Schutzkontakt-Steckdose, abgesichert mit höchstens 16 A, gegebenenfalls mit einem Fehlerstromschutzschalter mit 30 mA (Votronic, Anleitung Pb SMT 2B und Broschüre „Ladetechnik 2025“). Wie stark dein Platz abgesichert ist, erfährst du am Platz.

Wie groß deine Batterie sein muss, rechnet der Energiebedarf-Rechner aus deinen Geräten aus; welche LiFePO4 infrage kommt, zeigt der LiFePO4-Ratgeber.

Das Ladegerät im Elektroblock

In vielen Wohnmobilen ist das Netzladegerät Teil des Elektroblocks (EBL). Ob es eine LiFePO4 laden darf, steht in seiner Anleitung. Bei Schaudt reicht die Spanne von „nur Blei“ bis zum eigenen LiFePO4-Programm; die Anleitungen stellt Lippert Europe auf seiner Seite „Power on Board Documents“ bereit (abgerufen am 07.10.2026):

Elektroblock, Stand der Anleitung Batteriearten laut Anleitung Lithium
EBL 99L, April 2018 ausschließlich Blei-Gel oder Blei-Säure nicht vorgesehen
EBL 227, August 2021 AGM, Blei-Gel, geeignete LiFePO4 mit eigenem BMS Stellung „Lith./Gel“, 14,4 V
EBL 402, Januar 2022 Blei-Säure, Blei-Gel, AGM, LiFePO4 bis 20 A mit konstant 14,4 V, nur Batterien mit eingebautem BMS
EBL 253, Juni 2023 AGM oder Lithium, ab 55 Ah Stellung „Li“, 14,4 V

Beim EBL 227 teilt sich Lithium die Schalterstellung mit Blei-Gel. Schaudt begründet das so: Lithium-Batterien haben ein eigenes BMS, und die in dieser Stellung länger anliegende Ladeschlussspannung ermöglicht es dem BMS, die Batterie entsprechend zu laden. Beim EBL 402 stellst du die Batterieart nicht am Block ein, sondern am Bedienpanel, und das geht laut Schaudt nur mit Panels, die dafür ausgerüstet sind.

Kennt dein Block kein Lithium, ist die Anleitung des EBL 99L deutlich: keine nicht vorgesehenen Batterietypen einsetzen. In der Anleitung des EBL 402 rät Schaudt, Batterien nur von dafür ausgebildetem Fachpersonal wechseln zu lassen und normalerweise Batterien desselben Typs und derselben Kapazität wie ab Werk zu verwenden; Auskunft gibt laut Schaudt der Fahrzeughersteller.

Achtung

Jede Ladequelle braucht das Programm der Batterie. Votronic schreibt in seinen Anleitungen, das Ladeprogramm für den Batterietyp sei unbedingt einzustellen. Wechselst du auf LiFePO4, gilt das für Elektroblock, zusätzliches Ladegerät, Solarregler und Ladebooster. Den Anschluss eines zusätzlichen Netzladegeräts an die 230-V-Anlage überlässt du einer Elektrofachkraft.

Fest eingebaut mit Lagerprogramm: Votronic Pb 1220 SMT 2B

Wer ein eigenes Netzladegerät fest einbauen lässt, findet bei Votronic Geräte mit LiFePO4-Programm und einem Programm für die Winterpause. Laut Anleitung lädt der Pb 1220 SMT 2B mit 20 A, im LiFePO4-Programm mit 14,4 V, danach mit 13,8 V und später 13,5 V. Für die Standzeit hält die „Lithium-Ruhe-Erhaltung“ die Batterie bei 50 bis 80 Prozent. Ein Nebenausgang mit 2 A lädt die Starterbatterie mit. Votronic empfiehlt den Pb 1220 SMT 2B für Batterien von 80 bis 145 Ah und nennt je nach Anwendungsfall, etwa bei LiFePO4, 50 bis 230 Ah. Der Temperatur-Sensor 825, ohne den das LiFePO4-Programm nicht arbeitet, ist Zubehör (Votronic, Anleitung Automatic Charger Pb 1215 bis 1230 SMT 2B, Stand 12/2024).

Votronic Pb 1220 SMT 2B Automatisches Ladegerät 12 V 20 A

Netzladegerät mit 20 A, LiFePO4-Programm (14,4 V) und Lagerprogramm, das die Batterie laut Votronic bei 50 bis 80 % hält, dazu ein 2-A-Ausgang für die Starterbatterie. Für LiFePO4 verlangt Votronic den Temperatur-Sensor 825, der als Zubehör dazukommt.

260,00 EUR (Stand: 08.10.2026, 07:26 Uhr MESZ)

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Ähnlich arbeitet der Büttner MT 1215: Netzladegerät mit 15 A, LiFePO4-Programm mit 14,4 V, Lagerprogramm mit 50 bis 80 Prozent und Nebenausgang für die Starterbatterie; der Temperaturfühler liegt bei. Als Beispiel für das LiFePO4-Programm nennt Büttner seine eigenen MT-Lithium-Power-Batterien, andere Typen nur mit eigenem BMS und vorgeschriebener Schutzbeschaltung (Büttner Elektronik, Anleitung MT 1215 bis MT 1230, Stand August 2018).

Laden im Winter und Erhaltungsladung

Die Ladegrenze steht im Datenblatt der Batterie. Victron gibt für seine LiFePO4 einen Ladebereich von +5 bis +50 °C an, LiTime für die 200 Ah Plus 0 bis 50 °C. Die Redodo 100 Ah H190 stoppt das Laden laut Hersteller unter 0 °C und gibt es erst über 5 °C wieder frei. Entladen dürfen alle drei bis −20 °C.

Das Ladegerät schützt nur, wenn es die Batterietemperatur kennt.

  • Victron: Die Handbücher der Blue-Smart-Ladegeräte warnen, Lithium-Ionen-Batterien nie unter 0 °C zu laden. Das IP22 kann das Laden bei Kälte selbst abschalten, braucht dafür aber die Batterietemperatur von einem passenden Victron-Batteriemonitor über das VE.Smart-Netzwerk.
  • Votronic und Büttner: Der Fühler an der Batterie ist im LiFePO4-Programm Pflicht. Unter 0 °C reduzieren die Geräte den Ladestrom laut Anleitung deutlich, mit längeren Ladezeiten als Folge. Beide raten, LiFePO4 möglichst über 0 °C zu halten.
  • CTEK: Laut Anleitung des Lithium XS lädst du keine Batterie unter 0 °C, wenn der Batteriehersteller das nicht freigibt.
  • Ective: Die Anleitung des Multiload LFP beschreibt weder Temperaturfühler noch Ladesperre bei Kälte; sie warnt nur davor, eine gefrorene Batterie zu laden, und nennt einen Umgebungsbereich von −20 bis +50 °C. Auf der Produktseite schreibt Ective, das Ladesystem lade nur bei optimalen Temperaturen, erklärt aber nicht, wie. Den Kälteschutz sollte deshalb die Batterie selbst leisten, wie es Redodo für die H190 angibt.

Lagerprogramme für die Winterpause. Votronic und Büttner haben dafür die „Lithium-Ruhe-Erhaltung“: Sie hält eine LiFePO4 bei abgestelltem Fahrzeug auf 50 bis 80 Prozent und versorgt dabei 12-V-Verbraucher wie eine Alarmanlage mit. Das Gerät bleibt laut Votronic in dieser Betriebsart, auch wenn zwischendurch der Netzstrom ausfällt; zurück geht es nur per langem Tastendruck. Victron hält die Batterie im Lithium-Ionen-Modus nach dem Laden bei 13,5 V statt mit einer Erhaltungsladung, und Ective schreibt, das Multiload LFP könne ganzjährig angeschlossen bleiben. Als längste Lagerzeit nennt Victron für seine Batterie ein Jahr bei 25 °C, voll geladen.

Was sonst vor dem Winter zu tun ist, steht unter Wohnmobil winterfest machen.

Welches Ladegerät für wen?

Die Ladegeräte unten sind kein eigener Test. Ausgewählt nach drei Punkten: ein Lithium- oder LiFePO4-Programm laut Hersteller, ein Ladestrom für die üblichen 100 bis 300 Ah und Lieferbarkeit am 07.10.2026. Den Votronic Pb 1220 SMT 2B für den festen Einbau findest du oben im Abschnitt Elektroblock.

Mobil und ohne Lüfter: Victron Blue Smart IP65 12/15

Das IP65 kühlt laut Victron ohne Lüfter, hat die Schutzart IP65 und liefert seine volle Leistung bis 30 °C Umgebungstemperatur. Mit 15 A passt es nach Victrons Tabelle zu LiFePO4 von 30 bis 150 Ah, im Niedrigstrommodus mit 4 A schon ab 8 Ah.

Victron Energy Blue Smart Batterie Ladegerät 12V 15A 230V IP65 CEE…

Ladegerät mit 15 A und Lithium-Ionen-Programm: laut Victron 14,2 V Ladespannung, keine Erhaltungsladung, danach Lagerung bei 13,5 V. Ohne Lüfter, Schutzart IP65; nach Victrons Tabelle für LiFePO4 von 30 bis 150 Ah.

113,48 EUR (Stand: 08.10.2026, 07:26 Uhr MESZ)

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Fest eingebaut, bis 300 Ah: Victron Blue Smart IP22 12/30

Das IP22 hat dasselbe Lithium-Ionen-Programm, liefert 30 A und kühlt mit Lüfter. Im Nachtmodus begrenzt es den Strom für acht Stunden auf die Hälfte des Nennstroms und lässt den Lüfter aus. Mit einem Victron-Batteriemonitor im VE.Smart-Netzwerk kann es das Laden bei Kälte sperren.

Die Variante mit drei Ausgängen lädt alle Batterien mit demselben Programm; Victron verlangt deshalb, dass alle Batterien dazu passen, typischerweise dieselbe Chemie. Für eine LiFePO4-Bordbatterie neben einer Blei-Starterbatterie passt sie deshalb nur, wenn auch die Starterbatterie mit dem Lithium-Programm zurechtkommt. Die Karte zeigt die Variante mit einem Ausgang, laut Fritz Berger mit 1,5 m Netzkabel und Stecker CEE 7/7.

Victron Blue Smart IP22 Ladegerät 12V Bluetooth 30 A 1 Ausgang

Ladegerät mit 30 A an einem Ausgang und demselben Lithium-Ionen-Programm wie das IP65 (14,2 V, Lagerung 13,5 V). Laut Victron für Batterien bis 300 Ah, bei LiFePO4 ab 60 Ah; mit Lüfter und Nachtmodus.

157,00 EUR (Stand: 08.10.2026, 07:26 Uhr MESZ)

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Nur für LiFePO4: Ective Multiload 20 LFP

Das Multiload LFP lädt ausschließlich 12-V-LiFePO4, laut Ective in acht Stufen bis 14,5 V und danach mit einer Erhaltung zwischen 13,4 und 13,8 V. Es hat einen temperaturgesteuerten Lüfter und lässt sich laut Anleitung fest mit der Batterie verdrahten. Die 14,5 V liegen im Rahmen von LiTime und Redodo (14,4 V ± 0,2 V), aber über den 14,4 V, die Victron für seine Batterie nennt.

ECTIVE Multiload 20 LFP Batterieladegerät 20A 12V für Lithiumbatterien

Ladegerät nur für 12-V-LiFePO4 mit 20 A: laut Ective acht Ladestufen, Ladeschluss bei 14,5 V, Erhaltung zwischen 13,4 und 13,8 V. Laut Ective für 40 bis 200 Ah.

134,00 EUR (Stand: 08.10.2026, 07:26 Uhr MESZ)

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Warum kein CTEK Lithium XS?

Das CTEK Lithium XS ist ein reines LiFePO4-Ladegerät mit 5 A. Laut CTEK lädt es LiFePO4 von 5 bis 60 Ah und versorgt Batterien bis 120 Ah mit Erhaltungsladung. Für eine Bordbatterie mit 100 Ah oder mehr ist es damit kein Hauptladegerät, und auf CTEKs Produktseite steht, dass es nicht mehr im Sortiment erhältlich ist (CTEK, Produktseite und Bedienungsanleitung Lithium XS, abgerufen am 07.10.2026).

Häufige Fragen zum LiFePO4-Ladegerät

Kann man LiFePO4 mit einem normalen Ladegerät laden?

Nur wenn Spannung und Programm zur Batterie passen. Ein Blei-Programm mit 14,7 V oder einer Wiederherstellungsphase, bei Victron mit 16,2 oder 16,5 V, liegt über den 14,4 V, die Victron für seine LiFePO4 als höchste Ladespannung nennt. Votronic schreibt, dass reine Blei-Ladegeräte die Vorzüge einer LiFePO4 unter Umständen nicht voll nutzen, und der Schaudt-Elektroblock EBL 99L ist laut Anleitung ausschließlich für Blei-Gel und Blei-Säure. Sicher bist du mit einem Gerät, das ein Lithium- oder LiFePO4-Programm hat, dessen Spannung im Datenblatt deiner Batterie steht.

Welches Ladegerät passt zu einer LiFePO4 mit 100 Ah?

Eines, dessen Strom zwischen der Untergrenze des Ladegeräts und der Empfehlung des Batterieherstellers liegt. Die Empfehlung ist ein schonender Richtwert; zulässig ist laut Datenblatt meist mehr (Redodo H190: bis 100 A). Redodo empfiehlt für seine 100 Ah H190 20 A, Victron für seine 100-Ah-Batterie höchstens 50 A. Victron legt seine Ladegeräte für Batterien bis zum Zehnfachen ihres Ladestroms aus, für 100 Ah reicht damit ein Gerät ab 10 A. Aus der Auswahl hier passen das Victron Blue Smart IP65 12/15 (30 bis 150 Ah), das Ective Multiload 20 LFP (40 bis 200 Ah) und für den festen Einbau der Votronic Pb 1220 SMT 2B (20 A, von Votronic für 80 bis 145 Ah empfohlen). Das Victron IP22 12/30 liegt mit 30 A über Redodos Empfehlung, aber unter Victrons 50 A.

Wie lange dauert das Laden einer LiFePO4 am Landstrom?

Victron rechnet für eine leere LiFePO4 mit 100 Ah an einem 10-A-Ladegerät mit etwa zehn Stunden: Kapazität mal 95 Prozent geteilt durch den Ladestrom, plus rund eine halbe Stunde mit konstanter Spannung. Der Ladestrom ist dabei der Strom ohne Verbraucher; laufen Kühlschrank und Licht mit, dauert es länger. Eine Bleibatterie gleicher Größe braucht nach Victrons Beispiel rund 16 Stunden.

Darf das Ladegerät den ganzen Winter angeschlossen bleiben?

Das hängt vom Gerät ab. Votronic und Büttner haben dafür ein Lagerprogramm, das eine LiFePO4 bei 50 bis 80 Prozent hält und auch nach einem Stromausfall in dieser Betriebsart bleibt. Victron hält die Batterie im Lithium-Ionen-Modus nach dem Laden bei 13,5 V, Ective schreibt, das Multiload LFP könne ganzjährig angeschlossen bleiben. Unter der Ladegrenze deiner Batterie darf trotzdem nicht geladen werden, siehe Laden im Winter.

Lädt das Ladegerät die Starterbatterie mit?

Manche. Votronic Pb SMT 2B und Büttner MT haben einen Nebenausgang mit 2 oder 3 A für die Blei-Starterbatterie; Büttner beschreibt ihn als Ausgang mit etwas geringerer Spannung als am Hauptausgang und mit Schutz vor Überladung. Das Victron Blue Smart IP22 mit drei Ausgängen lädt dagegen alle Batterien mit einem Programm, und Victron verlangt, dass alle Batterien dazu passen. Die vier Schaudt-Elektroblöcke aus der Tabelle oben laden die Starterbatterie laut Anleitung mit, mit höchstens 2 bis 6 A.

Passt ein Ladegerät mit 14,6 V zu jeder LiFePO4?

Nein. LiTime und Redodo geben 14,4 V ± 0,2 V an, 14,6 V liegen also am oberen Rand ihres Bereichs. Victron nennt für seine LiFePO4 14,0 bis 14,4 V. Votronic bietet beim VAC M 3A vier LiFePO4-Ladeprogramme von 13,9 bis 14,6 V an und verweist auf die Ladevorschriften des Batterieherstellers. Maßgeblich ist das Datenblatt deiner Batterie.

Unser Fazit

Erst das Datenblatt, dann das Ladegerät.

Lies zuerst Ladespannung, empfohlenen Ladestrom und Ladetemperatur deiner Batterie ab. Dann wählst du ein Gerät, dessen Lithium-Programm diese Werte trifft, und prüfst, ob dein Elektroblock mitspielt.

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Quellen

  • Victron Energy: Handbuch Blue Smart IP65 Charger 230 V (deutsch, März 2026): Lademodi und Spannungen, Lithium-Ionen-Modus, Ladestrom 0,3 C und 0,5 C, Batteriekapazitäten je Modell, Ladezeit, kein Laden unter 0 °C, Kühlung und Schutzart
  • Victron Energy: Handbuch Blue Smart IP22 Charger 230 V (deutsch, Februar 2026): Lademodi und Spannungen, Batteriekapazitäten je Modell, Lüfter und Nachtmodus, drei Ausgänge, Abschalten bei niedriger Temperatur
  • Victron Energy: Datenblatt „12,8 & 25,6 Volt Lithium-Eisenphosphat-Batterien Smart“ (deutsch): Ladespannung, Erhaltungsspannung, empfohlener Ladestrom, Lade- und Entladetemperatur, BMS, Teilladung, Lagerzeit
  • LiTime: Produktseite 12V 200Ah Plus: Ladeverfahren, Ladespannung, empfohlener Ladestrom und empfohlenes Ladegerät, Lade- und Entladetemperatur
  • Redodo: Produktseite 12V 100Ah H190: Ladeverfahren, Ladespannung, empfohlener Ladestrom, Lade- und Entladetemperatur, Kälteschutz
  • Votronic: Montage- und Bedienungsanleitung Automatic Charger Pb 1215 bis 1230 SMT 2B (Stand 12/2024, PDF vom März 2025): LiFePO4-Programm, Lithium-Ruhe-Erhaltung, Temperatur-Sensor, Batteriekapazitäten, Nebenausgang, Steckdose und Absicherung, Stellplätze mit 2 A
  • Votronic: Montage- und Bedienungsanleitung Automatic Charger VAC 1240 bis 1260 M 3A (März 2025): LiFePO4-Programme 5 bis 8, Lithium-Ruhe-Erhaltung, Temperatur-Sensor, Laden unter 0 °C, BMS-Pflicht
  • Votronic: Broschüre „Ladetechnik 2025“ und Produktseite Baureihe Pb: Blei-Ladegeräte an LiFePO4, Leistungsaufnahme und Kapazitäten der Pb-Geräte
  • Büttner Elektronik: Montage- und Bedienungsanleitung MT 1215 bis MT 1230 (ab August 2018) und Produktseite MT Ladegeräte Duo-Automatik: LiFePO4-Programm, Lithium-Ruhe-Erhaltung, Temperaturfühler, Nebenausgang
  • Ective: Bedienungsanleitung Multiload LFP und Produktseite Multiload LFP-Serie: Ladestufen, Spannungen, Batteriekapazitäten, Dauerbetrieb, Lüfter, Umgebungstemperatur
  • CTEK: Produktseite Lithium XS EU und Bedienungsanleitung Lithium XS: Ladespannung, Batteriekapazität, Laden unter 0 °C, nicht mehr im Sortiment
  • Schaudt: Bedienungsanleitungen Elektroblock EBL 99L (April 2018), EBL 227 (August 2021), EBL 402 (Januar 2022) und EBL 253 (Juni 2023), bereitgestellt von Lippert Europe: Batteriearten, Lithium-Einstellung, Ladespannung, Ladestrom, Batteriewechsel
  • Fritz Berger: Shopseite Victron Blue Smart IP22 Ladegerät 12V Bluetooth: Variante 30 A mit einem Ausgang, Netzkabel und Stecker (Händlerangabe)

Alle Quellen abgerufen am 07.10.2026. Lieferbarkeit der Produkte in den Karten geprüft am 07.10.2026: Amazon über die Produktdaten-Schnittstelle, Fritz Berger über die Shopseite.

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