LiFePO4 im Wohnmobil 2026: Lohnt sich der Umstieg?
Elektrik Anfänger

LiFePO4 im Wohnmobil 2026: Lohnt sich der Umstieg?

LiFePO4 im Wohnmobil 2025: Lohnt sich der Umstieg von AGM? Der große Guide zu Kosten, Einbau, Vor- & Nachteilen sowie den besten Modellen im Test.

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Tjark

Du stehst an einem verschneiten Bergsee in Norwegen. Draußen -15°C, drinnen kuschelige 20°C. Deine Standheizung läuft, der Kühlschrank summt, und du streamst gerade die Lieblingsserie – während deine alte AGM-Batterie schon nach einem Tag schlapp machen würde. Mit einer LiFePO4-Batterie? Kein Problem für drei bis vier Tage.

Die Lithium-Revolution hat die Wohnmobilszene erreicht. Immer mehr Camper tauschen ihre schweren Blei-Batterien gegen moderne LiFePO4-Akkus. Die Versprechen sind verlockend: Mehr Leistung, weniger Gewicht, längere Lebensdauer. Aber rechtfertigt das wirklich die hohen Anschaffungskosten von 800 bis 2.500 Euro?

In diesem Guide erfährst du alles, was du für eine fundierte Entscheidung brauchst. Wir rechnen dir konkret vor, wann sich der Umstieg lohnt, welche Batterie zu deinem Nutzungsprofil passt und wie du den Einbau selbst bewältigen kannst – ohne dabei deine Garantie oder TÜV-Zulassung zu gefährden.

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Was sind LiFePO4 Batterien und wie funktionieren sie im Wohnmobil?

Nahaufnahme einer LiFePO4 Batterie mit BMS Anzeige für Wohnmobil Stromversorgung.

LiFePO4 steht für Lithium-Eisenphosphat – eine spezielle Form der Lithium-Ionen-Batterie. Im Gegensatz zu den Lithium-Akkus in deinem Smartphone oder E-Bike nutzen LiFePO4-Batterien Eisenphosphat als Kathodenmaterial. Das macht sie deutlich sicherer, thermisch stabiler und langlebiger.

Die Chemie dahinter ist faszinierend: Beim Entladen wandern Lithium-Ionen von der Anode (negativer Pol) zur Kathode (positiver Pol) – beim Laden in die entgegengesetzte Richtung. Diese Wanderung erzeugt den elektrischen Strom, der deine Kühlbox, LED-Beleuchtung und Wasserpumpe versorgt.

Wie unterscheidet sich LiFePO4 von anderen Lithium-Batterien?

Nicht alle Lithium-Batterien sind gleich. Die in Laptops und Handys verwendeten Lithium-Ionen-Akkus (meist mit Kobaltoxid) erreichen zwar höhere Energiedichten, sind aber auch anfälliger für thermisches Durchgehen – sprich: Brand- und Explosionsgefahr.

LiFePO4-Batterien opfern etwas Energiedichte für massiv bessere Sicherheit. Die Eisenphosphat-Chemie ist selbst bei Überladung, Tiefentladung oder mechanischer Beschädigung extrem stabil. Deshalb sind sie die erste Wahl für Wohnmobile, wo Sicherheit oberste Priorität hat.

Zudem vertragen LiFePO4-Batterien deutlich mehr Ladezyklen – typischerweise 3.000 bis 5.000 bei 80% Entladetiefe, während andere Lithium-Technologien oft schon nach 1.000 bis 2.000 Zyklen schwächeln.

Das Battery Management System (BMS): Das Gehirn deiner Batterie

Jede moderne LiFePO4-Batterie hat ein integriertes Battery Management System – kurz BMS. Das ist quasi der Schutzengel deiner Batterie und überwacht permanent:

  • Zellspannungen: Verhindert Über- und Unterspannung einzelner Zellen
  • Temperatur: Schützt vor Überhitzung und schaltet bei Kälte ab
  • Ladestrom: Begrenzt zu hohe Lade- und Entladeströme
  • Zellbalancing: Gleicht Spannungsunterschiede zwischen den Zellen aus

Ohne BMS würde eine LiFePO4-Batterie schnell Schaden nehmen. Deshalb solltest du niemals versuchen, das BMS zu umgehen oder selbst Zellen zusammenzubauen, wenn du nicht genau weißt, was du tust.

Moderne BMS-Systeme bieten oft Bluetooth-Anbindung. So kannst du per Smartphone-App den aktuellen Ladezustand, die Zelltemperaturen und den Stromfluss in Echtzeit überwachen – ein enormer Komfortgewinn gegenüber klassischen Batterien.

Praxis-Tipp: Mit unserem Energiebedarf-Rechner kannst du vorab berechnen, wie viel Kapazität du tatsächlich brauchst. Das verhindert Über- oder Unterdimensionierung und spart bares Geld.

LiFePO4 vs. AGM/Gel: Der direkte Vergleich aller Batterietechnologien

Direkter Vergleich: Schwere AGM Batterie neben leichter LiFePO4 Lithium Batterie im Wohnmobil.

Bevor du mehrere tausend Euro in eine neue Bordbatterie investierst, solltest du die Unterschiede zwischen den Technologien kennen. Hier der ehrliche, ungeschönte Vergleich:

Klassische Nassbatterien (Blei-Säure)

Die Urgesteine der Wohnmobil-Elektrik. Günstig in der Anschaffung (100-200€ für 100Ah), aber mit erheblichen Nachteilen:

  • Müssen regelmäßig gewartet werden (Wassernachfüllung)
  • Gasen beim Laden aus – brauchen Belüftung nach außen
  • Nur 50% nutzbare Kapazität (tiefer entladen = Lebensdauer drastisch verkürzt)
  • Schwer: Ca. 25-30kg für 100Ah
  • 300-500 Ladezyklen bei 50% Entladetiefe

Fazit: Heute nur noch sinnvoll, wenn du mit absolutem Minimum-Budget unterwegs bist und dein Wohnmobil ohnehin nur auf Campingplätzen mit Stromanschluss nutzt.

AGM-Batterien (Absorbent Glass Mat)

Der ehemalige Standard für Wohnmobile. Die Säure ist in einem Glasfaservlies gebunden, was sie auslaufsicher und wartungsfrei macht:

  • Wartungsfrei und auslaufsicher
  • Keine Belüftung nach außen nötig
  • Etwa 60-70% nutzbare Kapazität
  • Gewicht: Ca. 20-25kg für 100Ah
  • 400-600 Ladezyklen bei 50% Entladetiefe
  • Kosten: 200-400€ für 100Ah

AGM-Batterien vertragen höhere Lade- und Entladeströme als Gel-Batterien und sind unempfindlicher bei niedrigen Temperaturen. Sie waren lange die beste Wahl für Wohnmobile.

Fazit: Solide Technik für gelegentliche Wochenendtrips. Wenn deine AGM-Batterie noch funktioniert, kein Zwang zum Tausch. Bei Neukauf aber nicht mehr erste Wahl.

Gel-Batterien

Hier ist die Säure als Gel gebunden. Sie gelten als langlebigste unter den Blei-Technologien:

  • Sehr tiefentladefest
  • Wartungsfrei und auslaufsicher
  • Etwa 60-70% nutzbare Kapazität
  • Gewicht: Ca. 25-28kg für 100Ah
  • 500-800 Ladezyklen bei 50% Entladetiefe
  • Kosten: 250-500€ für 100Ah

Der Nachteil: Gel-Batterien sind empfindlich bei hohen Ladeströmen und verlangen präzise Ladespannungen. Viele Solar-Laderegler und Ladegeräte haben aber mittlerweile spezielle Gel-Programme.

Fazit: Wenn du bei Blei-Technologie bleiben willst und Wert auf Langlebigkeit legst, eine gute Wahl. Aber auch hier macht LiFePO4 das Rennen.

LiFePO4-Batterien: Die neue Generation

Jetzt wird's spannend. LiFePO4 spielt in einer völlig anderen Liga:

  • Wartungsfrei, kein Ausgasen, keine Belüftung nötig
  • 95-100% nutzbare Kapazität
  • Gewicht: Ca. 10-14kg für 100Ah (50-70% Gewichtsersparnis!)
  • 3.000-5.000 Ladezyklen bei 80% Entladetiefe
  • Schnellladefähig: 1C (100A für 100Ah-Batterie) problemlos möglich
  • Temperaturbereich: -20°C bis +60°C (mit Heizung bis -30°C)
  • Kosten: 450-2.200€ für 100Ah (je nach Qualität)

Die Zahlen sprechen für sich. Eine 200Ah LiFePO4-Batterie liefert dir etwa die gleiche nutzbare Energie wie eine 400Ah AGM-Batterie – bei einem Viertel des Gewichts.

⚠️

Wichtig: LiFePO4-Batterien können bei Temperaturen unter 0°C nicht geladen werden (die Chemie erlaubt es nicht). Die meisten hochwertigen Batterien haben deshalb ein BMS, das bei Kälte das Laden sperrt. Für Wintercamping brauchst du entweder eine Batterie mit integrierter Heizung oder musst sie im beheizten Innenraum einbauen.

Die Vergleichstabelle: Alle Fakten auf einen Blick

Kriterium Nassbatterie AGM Gel LiFePO4
Anschaffung 100Ah 100-200€ 200-400€ 250-500€ 450-2.200€
Nutzbare Kapazität 50% 60-70% 60-70% 95-100%
Gewicht 100Ah 25-30kg 20-25kg 25-28kg 10-14kg
Ladezyklen 300-500 400-600 500-800 3.000-5.000
Wartung Hoch Keine Keine Keine
Ladestrom max 0,1-0,2C 0,2-0,3C 0,15-0,2C bis 1C
Kälteverhalten Schlecht Mittel Mittel Gut (mit Heizung)
Lebensdauer 3-5 Jahre 4-7 Jahre 5-10 Jahre 10-15 Jahre

Die wichtigsten Vorteile von Lithium-Batterien für Camper

Wohnmobil beim freistehen in der Natur, ermöglicht durch die Vorteile von Lithium-Batterien für Camper.

Jetzt wird's konkret: Was bringt dir eine LiFePO4-Batterie in der Praxis wirklich? Lass uns die Vorteile durchgehen, die deinen Vanlife-Alltag tatsächlich verbessern.

Gewichtsersparnis: 30-70kg leichter unterwegs

Stell dir vor: Du tauschst deine zwei 100Ah AGM-Batterien (zusammen ca. 45kg) gegen eine 200Ah LiFePO4-Batterie (ca. 22kg). Das sind 23kg weniger – so viel wie ein vollgepackter Rucksack oder zwei volle Kanister Wasser.

Für Wohnmobile ist jedes Kilogramm Zuladung Gold wert. Mit der Gewichtsersparnis kannst du: - Einen größeren Wassertank einbauen - Mehr Proviant mitnehmen - Zusätzliche Solarmodule montieren - Die Zuladungsreserve für Mitfahrer nutzen

Gerade bei kompakten Campervans wie dem VW T6 oder Mercedes Vito, wo jedes Gramm zählt, ist dieser Vorteil nicht zu unterschätzen. Mit unserem Gewichtskalkulator kannst du genau ausrechnen, wie sich der Batteriewechsel auf deine Zuladung auswirkt.

Praxis-Tipp: Nutze das eingesparte Gewicht strategisch. Eine 200Ah LiFePO4 wiegt etwa so viel wie eine einzelne 100Ah AGM – gibt dir aber die nutzbare Energie von 400Ah AGM. Das ist der wahre Game-Changer für längere Autarkie.

Nutzbare Kapazität: Doppelt so viel Energie verfügbar

Die Kapazitätsangabe einer Batterie ist nur die halbe Wahrheit. Bei Blei-Batterien darfst du maximal 50% entnehmen, ohne die Lebensdauer drastisch zu verkürzen. Eine 200Ah AGM-Batterie liefert dir also real nur 100Ah.

Eine 100Ah LiFePO4-Batterie? 95-100Ah nutzbar – also praktisch die volle Kapazität. Das bedeutet: Eine 100Ah Lithium-Batterie ersetzt eine 200Ah AGM-Batterie bei der nutzbaren Energie. Diese Tatsache wird in vielen Vergleichen unterschlagen.

Ein Rechenbeispiel aus der Praxis:

Du hast einen täglichen Verbrauch von 60Ah (Kühlschrank 30Ah, Beleuchtung 10Ah, Wasserpumpe 5Ah, Laptop laden 10Ah, Handy 5Ah):

  • Mit 2x 100Ah AGM (200Ah gesamt, 100Ah nutzbar): Reichweite ca. 1,5 Tage
  • Mit 1x 100Ah LiFePO4 (100Ah nutzbar): Reichweite ca. 1,5 Tage
  • Mit 1x 200Ah LiFePO4 (200Ah nutzbar): Reichweite ca. 3 Tage

Vor allem der letzte Punkt ist entscheidend: Mit LiFePO4 kannst du wirklich mehrere Tage autark stehen, ohne permanent auf den Batteriestand zu schielen.

Schnellladefähigkeit: Von 0 auf 100 in Rekordzeit

Hier wird's richtig praktisch: LiFePO4-Batterien vertragen Ladeströme von bis zu 1C – das heißt, eine 100Ah-Batterie kann mit 100A geladen werden. Eine leere 200Ah LiFePO4 ist theoretisch in 1-2 Stunden wieder voll.

Blei-Batterien? Maximal 0,2-0,3C – also 20-30A für eine 100Ah-Batterie. Und das auch nur in den ersten 80%, danach wird's richtig zäh. Die letzten 20% dauern oft genauso lange wie die ersten 80%.

Was das in der Praxis bedeutet:

  • Solarladung: Deine 300W Solaranlage bringt an guten Tagen 15-20A Ladestrom. Bei AGM werden die letzten 20% kaum mehr voll, bei LiFePO4 nutzt du jeden Sonnenstrahl optimal.
  • Fahrt-Ladung: Mit einem ordentlichen Ladebooster (z.B. 25-50A) lädst du deine LiFePO4 während der 2-stündigen Fahrt fast komplett voll. Bei AGM wäre sie nach der Fahrt bestenfalls zu 60-70% geladen.
  • Landstrom: Hast du mal Zugang zu 230V, ist deine LiFePO4 in 1-2 Stunden aufgeladen. AGM braucht 6-10 Stunden.

Diese Schnellladefähigkeit ist besonders wertvoll, wenn du viel unterwegs bist und nur kurze Stopps mit Lademöglichkeit hast.

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Lebensdauer: 10-15 Jahre statt 3-5 Jahre

Die Lebensdauer ist der Punkt, an dem sich die hohe Investition amortisiert. Eine hochwertige LiFePO4-Batterie hält 3.000 bis 5.000 Vollzyklen durch – manche Premium-Modelle schaffen sogar 6.000 Zyklen.

Was ist ein Vollzyklus? Die Entnahme von 100% der Kapazität. Bei LiFePO4 nutzt du typischerweise 80% (von 100% auf 20% State of Charge), also 0,8 Zyklen pro Entladung. Bei dieser Nutzung erreichst du:

  • 3.000 Zyklen = 3.750 Entladungen auf 20% = 10+ Jahre bei täglicher Nutzung
  • 5.000 Zyklen = 6.250 Entladungen auf 20% = 15+ Jahre bei täglicher Nutzung

Eine AGM-Batterie mit 500 Zyklen bei 50% Entladetiefe: - 500 Zyklen = 500 Entladungen auf 50% = 3-5 Jahre bei regelmäßiger Nutzung

Selbst wenn du nur am Wochenende unterwegs bist (50 Tage/Jahr), hält eine AGM nur 5-8 Jahre. Eine LiFePO4? Locker 20-30 Jahre – sie überlebt wahrscheinlich dein Wohnmobil.

Konstantere Spannung: Volle Leistung bis zum Schluss

Ein oft übersehener Vorteil: LiFePO4-Batterien halten ihre Spannung extrem konstant über den gesamten Entladezyklus. Zwischen 100% und 20% State of Charge schwankt die Spannung nur zwischen 13,4V und 13,0V.

Bei Blei-Batterien bricht die Spannung schon bei 70% auf unter 12,5V ein. Das merkst du besonders bei:

  • LED-Beleuchtung: Wird bei Blei-Batterien mit sinkendem Ladestand dunkler
  • Wasserpumpen: Laufen ungleichmäßig oder schwächer
  • Wechselrichter: Schalten bei zu niedriger Spannung ab (meist unter 11,5V)
  • Ladegeräten: Ziehen bei niedriger Spannung mehr Strom (P=U×I)

Mit LiFePO4 läuft alles konstant bis die Batterie leer ist. Deine Geräte funktionieren bei 20% Ladestand genauso gut wie bei 100%.

Kein Memory-Effekt und keine Sulfatierung

Blei-Batterien haben zwei nervige Eigenschaften:

Sulfatierung: Steht eine Blei-Batterie längere Zeit teilentladen herum (z.B. im Winter), bilden sich Bleisulfat-Kristalle, die die Kapazität dauerhaft reduzieren. Deshalb solltest du Blei-Batterien immer voll geladen einlagern und regelmäßig nachladen.

Teilladungen problematisch: Blei-Batterien mögen es nicht, ständig nur teilweise geladen zu werden. Sie brauchen regelmäßig eine Vollladung bis 14,4-14,8V, um die Säureschichtung aufzuheben.

LiFePO4-Batterien? Völlig egal. Du kannst sie: - Beliebig oft nur teilweise laden - Über Monate mit 60% Ladung stehen lassen - Jederzeit nachladen, egal welcher Ladestand

Diese Sorglosigkeit ist im Camper-Alltag unglaublich wertvoll. Du musst dir keine Gedanken machen, ob du die Batterie schädigst, wenn du nur eine kurze Runde fährst oder die Sonne nur für 30% Nachladung reicht.

Praxis-Tipp: Im Elektrik-Guide unseres Technik-1x1 erklären wir dir ausführlich, wie du deine LiFePO4-Batterie in ein komplettes Bordstromsystem integrierst – inklusive Solar, Ladebooster und Wechselrichter.

Nachteile und Herausforderungen: Was du wissen musst

Smartphone App zeigt Kälteschutz-Warnung für LiFePO4 Batterie im Winter-Camping an.

Nicht alles ist eitel Sonnenschein. LiFePO4-Batterien haben echte Nachteile, die du kennen musst, bevor du mehrere tausend Euro investierst. Hier die ungeschminkte Wahrheit:

Hohe Anschaffungskosten: Der Schmerz an der Kasse

Seien wir ehrlich: Der Preisschock an der Kasse ist real. Eine vernünftige 100Ah LiFePO4-Batterie kostet 450-900€, für 200Ah zahlst du 800-2.200€. Zum Vergleich: Eine 100Ah AGM bekommst du für 200-300€.

Das ist der mit Abstand größte Hemmschuh für viele Camper. Besonders für Gelegenheitsnutzer, die ihr Wohnmobil nur wenige Wochen im Jahr nutzen, scheint die Investition unverhältnismäßig hoch.

Aber: Die reinen Anschaffungskosten sind nur die halbe Wahrheit. Bei der Gesamtbetrachtung über die Lebensdauer sieht die Rechnung anders aus (dazu gleich mehr im Kapitel "Kosten-Nutzen-Analyse").

Kälteempfindlichkeit beim Laden: Winter-Camping wird kompliziert

Das ist der kritischste Nachteil für alle, die im Winter unterwegs sind: LiFePO4-Batterien können bei Temperaturen unter 0°C NICHT geladen werden. Das ist keine Vorsichtsmaßnahme, sondern harte Chemie.

Beim Laden bei Minusgraden bilden sich Lithium-Dendriten (nadelförmige Kristalle) an der Anode, die die Batterie irreversibel schädigen oder sogar zu Kurzschlüssen führen können. Deshalb sperren gute BMS-Systeme bei Temperaturen unter 0°C das Laden komplett.

Was bedeutet das für dich?

  • Solarladen im Winter funktioniert nur, wenn die Batterie über 0°C warm ist
  • Landstrom-Laden über Nacht bei Frost? Nicht möglich
  • Laden während der Fahrt im unbeheizten Fahrzeugboden? Problematisch

Die Lösungen:

  1. Batterie im beheizten Innenraum einbauen: Unter der Sitzbank, im Unterschrank – überall wo es nicht unter 0°C wird.

  2. LiFePO4 mit integrierter Heizung: Spezielle Winterbatterien (z.B. Liontron Arctic Serie) haben ein integriertes Heizelement, das die Batterie vor dem Laden automatisch aufwärmt.

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  1. LiFePO4 mit Niedrigtemperaturschutz: Moderne Batterien wie die Redodo oder ECO-WORTHY haben einen integrierten Low-Temperature-Schutz, der das Laden bei Kälte automatisch sperrt und so die Zellen schützt.
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Winter-Realität: Auch ohne Heizung kannst du die Batterie bei Minusgraden ENTLADEN (bis -20°C problemlos). Nur das Laden ist gesperrt. Praktisch bedeutet das: Tagsüber bei Sonnenschein erwärmt sich die Batterie über 0°C und wird geladen, nachts entlädst du sie für Heizung und Beleuchtung. Das funktioniert – ist aber weniger komfortabel als mit Heizung.

Kompatibilitätsprobleme mit vorhandener Technik

Hier lauern versteckte Kosten: Nicht alle Ladegeräte, Solar-Laderegler und Batteriecomputer sind für LiFePO4 geeignet. Beim Nachrüsten musst du oft auch andere Komponenten austauschen.

Solar-Laderegler: Ältere PWM-Regler haben meist kein LiFePO4-Profil. Du brauchst einen MPPT-Regler mit speziellem Lithium-Ladeprogramm (Absorbtion 14,2-14,6V, Float 13,4-13,8V).

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Landstrom-Ladegerät: Alte Blei-Ladegeräte laden mit zu hoher Spannung (14,8V+) oder zu langer Erhaltungsladung. Ein Ladegerät mit LiFePO4-Profil ist Pflicht.

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Vielseitige Kompatibilität: Das Blue Smart Batterie Ladegerät unterstützt Blei-Säure und Lithium-Ion...

Ladebooster/B2B-Lader: Moderne Smart-Generatoren (Euro 5/6) laden die Aufbaubatterie kaum noch direkt. Ein Ladebooster ist ohnehin sinnvoll – sollte aber ein LiFePO4-Profil haben.

Batterie-Monitor: Alte Shunts und Anzeigen zeigen bei LiFePO4 falsche Werte an. Ein moderner Batterie-Monitor der die flache Spannungskurve von LiFePO4 kennt, ist extrem empfehlenswert.

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Fazit: Rechne mit 300-800€ Zusatzkosten für kompatible Ladetechnik, wenn deine Installation älter als 5 Jahre ist.

BMS kann bei Überlast abschalten: Plötzlich steht alles still

Das BMS schützt die Batterie – manchmal auch dann, wenn es ungelegen kommt. Bei Überstrom (z.B. Wechselrichter mit 2000W zieht kurzzeitig 200A beim Einschalten eines Geräts) kann das BMS komplett abschalten.

Anders als bei Blei-Batterien, die einfach unter Last zusammenbrechen und sich danach erholen, trennt das BMS bei LiFePO4 die Verbindung komplett. Du musst die Batterie dann manuell wieder aktivieren (meist durch kurzes Anlegen von Ladespannung).

Wann passiert das? - Große Wechselrichter beim Starten induktiver Lasten (Kompressor, Werkzeuge) - Mehrere Großverbraucher gleichzeitig (Heizung + Wasserboiler + Kaffeemaschine) - Kurzschlüsse oder defekte Verbraucher

Die Lösung: Dimensioniere deine Batterie und deinen Wechselrichter aufeinander abgestimmt. Eine 100Ah LiFePO4 sollte maximal mit 100A kontinuierlich (1C) belastet werden. Für einen 2000W-Wechselrichter (bis zu 170A bei 12V) brauchst du besser 200Ah oder eine Batterie mit höherem Dauer-Entladestrom.

Einbau und TÜV: Rechtliche Grauzonen

Hier wird's kompliziert: Grundsätzlich ist der Tausch einer Batterie gegen eine andere Batterie keine eintragungspflichtige Änderung. Aber: Es gibt Fallstricke:

  1. Garantieverlust: Viele Wohnmobilhersteller erlöschen bei Änderungen am elektrischen System die Garantie. Prüfe das vorher!

  2. Versicherung: Bei einem Brand könnte die Versicherung bei unsachgemäßem Einbau Probleme machen. Dokumentiere den Einbau mit Fotos und bewahre alle Unterlagen auf.

  3. TÜV: Solange die Batterie fachgerecht eingebaut und gesichert ist (kein loses Herumfliegen bei Unfall), sollte es keine Probleme geben. Bei professionellem Einbau durch eine Fachwerkstatt bekommst du eine Rechnung, die bei TÜV-Fragen hilfreich ist.

  4. Gewichtsveränderung: Durch die Gewichtsersparnis ändert sich die Achslastverteilung. Bei extremen Umbauten könnte eine Wiegung und Eintragung nötig sein.

🚨

TÜV-Hinweis: Beim Umbau auf LiFePO4 MUSS die Batterie nach StVZO sicher befestigt sein. Bei einem Unfall darf sie sich nicht lösen. Nutze Original-Batteriehaltekästen oder professionelle Zurrgurte mit mindestens 6000N Bruchfestigkeit. Im Zweifel: Lass eine Fachwerkstatt den Einbau machen und dokumentieren.

Kosten-Nutzen-Analyse: Wann lohnt sich der Umstieg wirklich?

Konzeptbild zur Kosten-Nutzen-Analyse: Geldstapel neben einer langlebigen LiFePO4 Batterie.

Jetzt kommen wir zum Kern der Frage: Lohnt sich eine LiFePO4-Batterie für DICH? Die Antwort hängt massiv von deinem Nutzungsprofil ab. Lass uns drei typische Camper-Typen durchrechnen:

Szenario 1: Der Wochenend-Camper (30 Tage/Jahr)

Profil: Du nutzt dein Wohnmobil hauptsächlich am Wochenende und für 2-3 Wochen Sommerurlaub. Insgesamt ca. 30 Übernachtungen pro Jahr, meist auf Campingplätzen mit Stromanschluss.

Aktuelles Setup: - 1x 100Ah AGM-Batterie (Anschaffung: 280€) - Lebensdauer: ca. 6 Jahre bei Wochenendnutzung - Austauschkosten über 20 Jahre: 3x = 840€

LiFePO4-Alternative: - 1x 100Ah LiFePO4 (Anschaffung: 650€) - Lebensdauer: 20+ Jahre - Austauschkosten über 20 Jahre: 0€

Kostenvergleich über 20 Jahre: - AGM: 840€ - LiFePO4: 650€ - Ersparnis: 190€

Fazit: Für dich lohnt sich LiFePO4 finanziell nur minimal. Die Vorteile (Gewicht, Schnellladung, Autarkie) sind vorhanden, aber bei seltener Nutzung nicht die 650€ wert – außer du legst großen Wert auf Autarkie oder hast Gewichtsprobleme.

Empfehlung für Wochenend-Camper: Bleib vorerst bei deiner AGM, wenn sie noch funktioniert. Beim nächsten fälligen Austausch kannst du auf LiFePO4 wechseln – dann sind die Preise vermutlich nochmal gesunken.

Szenario 2: Der ambitionierte Reisende (100 Tage/Jahr)

Profil: Du bist oft unterwegs – mehrere längere Touren pro Jahr, viel Wildcamping, 100+ Übernachtungen jährlich. Autarkie ist dir wichtig.

Aktuelles Setup: - 2x 100Ah AGM-Batterien (Anschaffung: 560€) - Lebensdauer: ca. 4 Jahre bei intensiver Nutzung - Austauschkosten über 20 Jahre: 4x = 2.240€ - Gewicht: 45kg

LiFePO4-Alternative: - 1x 200Ah LiFePO4 (Anschaffung: 1.400€) - Lebensdauer: 15+ Jahre - Austauschkosten über 20 Jahre: 0-1x = 0-1.400€ - Gewicht: 22kg - Gewichtsersparnis: 23kg

Kostenvergleich über 20 Jahre: - AGM: 2.240€ - LiFePO4: 1.400-2.800€ (je nach Lebensdauer) - Ersparnis: 0-840€

Aber: Zusätzliche Faktoren: - Gewichtsersparnis: 23kg = mehr Zuladung für Wasser/Proviant - Autarkie: Real 3-4 Tage statt 1-2 Tage ohne Nachladen - Komfort: Keine Sorge um Batteriezustand, schnellere Aufladung während Fahrt/Solar

Fazit: Für dich lohnt sich LiFePO4 nicht nur finanziell (knapp), sondern massiv durch Komfort und Autarkie-Gewinn. Die Investition zahlt sich nach 6-8 Jahren aus, aber der Mehrwert ist ab Tag 1 spürbar.

Empfehlung für ambitionierte Reisende: LiFePO4 lohnt sich definitiv. Investiere in mindestens 200Ah – besser 300Ah wenn du viel Wechselrichter-Nutzung hast. Die erhöhte Autarkie gibt dir Freiheit bei der Stellplatzwahl.

Szenario 3: Der Dauercamper/Vollzeit-Vanlife (300+ Tage/Jahr)

Profil: Dein Wohnmobil ist dein Zuhause. Du lebst permanent darin, arbeitest remote, bist maximal autark unterwegs. 300+ Tage im Jahr im Fahrzeug.

Aktuelles Setup: - 4x 100Ah AGM-Batterien (Anschaffung: 1.120€) - Lebensdauer: ca. 2-3 Jahre bei täglicher Tiefentladung - Austauschkosten über 20 Jahre: 7x = 7.840€ - Gewicht: 90kg

LiFePO4-Alternative: - 1x 300Ah LiFePO4 Premium (Anschaffung: 2.400€) - Lebensdauer: 12-15 Jahre - Austauschkosten über 20 Jahre: 1x = 2.400€ - Gewicht: 32kg - Gewichtsersparnis: 58kg!

Kostenvergleich über 20 Jahre: - AGM: 7.840€ - LiFePO4: 4.800€ - Ersparnis: 3.040€

Aber: Zusätzliche Faktoren: - Gewichtsersparnis: 58kg = zusätzlicher Wassertank oder Solar möglich - Autarkie: Real 4-6 Tage statt 1-2 Tage - Lebensdauer: Kein nerviger Batteriewechsel alle 2-3 Jahre - Arbeitsumgebung: Keine Spannungseinbrüche beim Arbeiten am Laptop - Lebensqualität: Heizung, Kühlschrank, Beleuchtung laufen konstant ohne Sorgen

Fazit: Für Dauercamper ist LiFePO4 ein absolutes No-Brainer. Du sparst über 20 Jahre 3.000€+ und gewinnst massiv an Lebensqualität. Die Investition hat sich nach 5-6 Jahren amortisiert.

Empfehlung für Dauercamper: Investiere in ein Premium-System mit 300-400Ah LiFePO4. Kombiniere es mit mindestens 400-600W Solar und einem guten Ladebooster. Du wirst die Autarkie und Zuverlässigkeit nie mehr missen wollen.

Die versteckten Kosten: Lade-Infrastruktur erneuern

Bei allen Szenarien musst du potenzielle Zusatzkosten für kompatible Ladetechnik einrechnen:

  • Solar-Laderegler mit LiFePO4-Profil: 150-400€
  • Ladebooster/B2B-Lader: 300-600€
  • Landstrom-Ladegerät: 200-900€
  • Batterie-Monitor: 150-300€

Gesamt: 300-800€ (wenn du alles neu brauchst)

Bei modernen Wohnmobilen (Baujahr 2019+) ist oft schon vieles kompatibel. Prüfe das vorher! Viele Victron- und Büttner-Ladegeräte aus den letzten Jahren haben bereits LiFePO4-Profile.

Online-Rechner: Deine persönliche Amortisationsanalyse

Mit unserem Kostenkalkulator kannst du dein individuelles Nutzungsprofil eingeben und berechnen:

  • Wie viele Batteriewechsel du über 10/15/20 Jahre brauchst
  • Wann sich LiFePO4 für dich amortisiert
  • Welche Kapazität für dein Verbrauchsprofil optimal ist
  • Gesamtkosten inklusive Ladetechnik

So bekommst du eine fundierte Entscheidungsgrundlage basierend auf DEINEN Zahlen.

Die besten LiFePO4 Batterien 2026: Modelle und Hersteller im Test

Der Markt für LiFePO4-Batterien ist explodiert. Von No-Name-China-Billigakkus für 300€ bis zu Premium-Modellen für 2.500€ ist alles dabei. Hier meine ehrliche Einschätzung zu den wichtigsten Herstellern und Modellen:

Premium-Segment: Victron Energy – Der Maßstab

Victron ist der Mercedes unter den Wohnmobil-Batterien. Teuer, aber jeden Cent wert. Die Niederländer haben einen exzellenten Ruf, und das zu Recht.

Victron Energy LiFePO4 12,8V/200Ah Smart (ab 996€)

Victron Energy LFP Smart 12,8 / 200 Lithiumbatterie 12 V 200 Ah

Victron Energy LFP Smart 12,8 / 200 Lithiumbatterie 12 V 200 Ah

Die Victron LFP Smart 12,8V 200Ah ist eine Premium-Lithiumbatterie mit Bluetooth-Überwachung, hoher ...

Das überzeugt: - Internes BMS mit Bluetooth-App (VictronConnect) - Temperaturbereich -20°C bis +50°C - 3.000+ Ladezyklen bei 80% DoD - 8 Jahre Garantie (!) - Maximaler Entladestrom: 200A kontinuierlich, 400A kurzzeitig (5 Sek) - M8-Schraubanschlüsse – robust und zuverlässig - CE-zertifiziert, alle EU-Sicherheitsstandards

Für wen: Langzeitreisende, Dauercamper, alle die auf Nummer sicher gehen wollen. Wenn dein Wohnmobil dein Zuhause ist, nimm Victron. Die 8 Jahre Garantie und der erstklassige Support rechtfertigen den Preis.

Praktische Erfahrung: Victron-Batterien laufen in tausenden Wohnmobilen weltweit seit Jahren zuverlässig. Die Bluetooth-App zeigt dir in Echtzeit Spannung, Strom, Temperatur und SOC jeder einzelnen Zelle. Bei Problemen hilft ein weltweites Händlernetz.

Mittelklasse mit Extras: Liontron Arctic – Der Winter-Spezialist

Liontron ist ein deutscher Hersteller (Vertrieb in Pliening bei München), der speziell Batterien für Wohnmobile entwickelt. Die Arctic-Serie ist einzigartig auf dem Markt.

Liontron LiFePO4 12V/100Ah All-in-One (ab 938€)

Liontron LiFePO4 Lithium Batterie 12 V 100 Ah all in One

Liontron LiFePO4 Lithium Batterie 12 V 100 Ah all in One

Die Liontron LiFePO4 12V 100Ah ist eine hochwertige All-in-One-Lithiumbatterie mit Bluetooth, integr...

Das überzeugt: - Integrierte 12V-Heizung (aktiviert automatisch unter 5°C) - Einsatzbereich: -30°C bis +60°C - 3.000+ Ladezyklen bei 80% DoD - 5 Jahre Garantie - Maximaler Entladestrom: 100A kontinuierlich - Deutsche Firma mit Support auf Deutsch - Smartes BMS mit App (bei Smart-Modellen)

Für wen: Wintercamper, Skandinavien-Fahrer, Alpen-Liebhaber. Wenn du bei Minusgraden unterwegs bist und deine Batterie im unbeheizten Bereich einbaust, ist die Arctic-Serie alternativlos.

Praktische Erfahrung: Die integrierte Heizung zieht etwa 10-15W und wärmt die Batterie in 30-60 Minuten auf über 5°C. Dann gibt das BMS das Laden frei. Das funktioniert zuverlässig bis -25°C. Bei extremer Kälte darunter kann die Heizung aber schwächeln.

Tipp: Liontron bietet auch günstigere Standard-Modelle ohne Heizung ab ca. 650€ (100Ah) – perfekt wenn du die Batterie im beheizten Innenraum einbaust.

Preis-Leistungs-Sieger: Redodo & ECO-WORTHY – Viel Batterie fürs Geld

Die chinesischen Hersteller Redodo und ECO-WORTHY haben den Markt aufgemischt. Der Grund: Solide Qualität mit Bluetooth und Smart-Features zu einem Bruchteil des Preises der Premium-Marken.

Redodo 12V 100Ah Bluetooth LiFePO4 (ab 224€)

Redodo 12V 100Ah Bluetooth LiFePO4

Redodo 12V 100Ah Bluetooth LiFePO4

Leistungsstarke 12V 100Ah LiFePO4-Batterie mit Bluetooth, Smart-BMS und Kälteschutz. Ideal für Wohnm...

Das überzeugt: - Unschlagbarer Preis für 100Ah mit Bluetooth - Smart BMS mit App-Überwachung - Niedrigtemperaturschutz integriert - 1280Wh nutzbare Kapazität - 4,7 Sterne bei über 270 Bewertungen - Kompakte 188mm Höhe – passt in viele Batteriefächer

Das fehlt: - Keine europäische Präsenz/Support - Kürzere Garantie als Premium-Marken - Keine Heizfunktion für extremes Wintercamping

ECO-WORTHY 12V 100Ah Bluetooth (ab 200€)

ECO-WORTHY LiFePO4 12V 100Ah Bluetooth mit 100A BMS Low Temperature Schutz

ECO-WORTHY LiFePO4 12V 100Ah Bluetooth mit 100A BMS Low Temperature Schutz

Leichte 12V 100Ah LiFePO4-Batterie mit Bluetooth, Smart-BMS & Kälteschutz. Ideal für Wohnmobil, Boot...

Noch günstiger und mit beeindruckenden 15.000 Zyklen Herstellerangabe. Über 660 Bewertungen mit 4,5 Sternen sprechen für sich.

Für wen: Einsteiger, preisbewusste Camper, alle die viel Kapazität fürs Geld wollen. Wenn du erstmal LiFePO4 testen willst oder ein begrenztes Budget hast, sind Redodo und ECO-WORTHY eine hervorragende Wahl.

Praktische Erfahrung: Beide Marken haben sich in der Community etabliert. Die Bluetooth-Apps funktionieren zuverlässig, die Zellqualität ist solide. Für den Preis von einer Premium-100Ah bekommst du hier 300-400Ah – das ist für viele Camper der entscheidende Faktor.

Weitere empfehlenswerte Marken

Berger LiFePO4 120Ah (ab 449€ bei Fritz Berger): Deutsche Camping-Marke mit 5 Jahren Garantie, Bluetooth-App und "Sehr gut" im Produkttest. Guter Kompromiss zwischen Preis und deutschem Support.

Berger LiFePO4 Lithium Batterie 120 Ah 12V mit Bluetooth

Berger LiFePO4 Lithium Batterie 120 Ah 12V mit Bluetooth

Die Berger LiFePO4 Lithium Batterie 120 Ah bietet starke Leistung bei geringem Gewicht. Mit Bluetoot...

Renogy: US-Marke mit gutem Ruf, besonders bei Solar-Komplettsystemen. Preislich zwischen Budget und Premium. Gute Wahl wenn du eine Kombi aus Batterie + Solar suchst.

BullTron / Wattstunde: Deutsche Händler-Eigenmarken mit solider Qualität. Oft mit besserer Verfügbarkeit und deutschem Support als die China-Marken.

⚠️

Finger weg von: Unbekannten Alibaba/Amazon-Marken ohne CE-Zertifizierung, Batterien ohne erkennbares BMS, Angebote die "zu gut um wahr zu sein" klingen (100Ah für unter 300€). Bei Batterien lohnt sich Geiz nicht – ein defektes BMS kann im schlimmsten Fall einen Brand verursachen.

Häufige Fragen zu LiFePO4 Batterien im Wohnmobil

Kann ich meine AGM-Batterie einfach gegen LiFePO4 tauschen?

Ja, grundsätzlich schon – aber nicht 1:1. Du musst prüfen, ob dein Ladegerät, Solar-Laderegler und ggf. Ladebooster ein LiFePO4-Ladeprofil haben. Die Ladespannungen unterscheiden sich (LiFePO4: 14,2-14,6V Absorption, 13,4-13,8V Float). Ohne passendes Ladeprofil kann die Batterie beschädigt werden oder wird nicht vollständig geladen.

Wie lange hält eine LiFePO4 Batterie wirklich?

Bei normaler Nutzung (80% Entladetiefe) halten hochwertige LiFePO4-Batterien 3.000-5.000 Ladezyklen. Das entspricht bei täglicher Nutzung 10-15 Jahren, bei Wochenendnutzung sogar 20-30 Jahren. Die Batterie überlebt in den meisten Fällen das Wohnmobil selbst.

Brauche ich für LiFePO4 einen speziellen Wechselrichter?

Nein, jeder 12V-Wechselrichter funktioniert mit LiFePO4. Wichtig ist nur, dass der maximale Entladestrom der Batterie zum Wechselrichter passt. Faustregel: Eine 100Ah LiFePO4 verträgt dauerhaft 100A (ca. 1.200W), für größere Wechselrichter brauchst du mehr Kapazität oder eine Batterie mit höherem Entladestrom.

Ist LiFePO4 gefährlich? Kann die Batterie brennen?

LiFePO4 ist die sicherste Lithium-Technologie. Anders als Lithium-Ionen-Akkus in Handys oder E-Bikes ist Lithium-Eisenphosphat thermisch extrem stabil. Selbst bei Überladung, Kurzschluss oder mechanischer Beschädigung kommt es nicht zum "Thermal Runaway" (unkontrolliertes Durchbrennen). Deshalb sind LiFePO4-Batterien für Wohnmobile zugelassen und versicherungstechnisch unproblematisch.

Kann ich LiFePO4 und AGM-Batterien mischen?

Technisch möglich, aber nicht empfehlenswert. Die unterschiedlichen Ladekurven und Spannungsverläufe führen dazu, dass eine Batterie immer benachteiligt wird. Entweder wird die LiFePO4 nicht voll geladen oder die AGM überladen. Wenn du umsteigst, tausche alle Batterien auf einmal.

Was passiert, wenn das BMS abschaltet?

Das BMS trennt die Batterie komplett vom System – alle Verbraucher gehen aus. Das passiert bei Überstrom, Tiefentladung oder zu niedriger Temperatur beim Laden. Um die Batterie wieder zu aktivieren, musst du kurz Ladespannung anlegen (Landstrom, Solar oder Motor starten). Bei hochwertigen Batterien zeigt die App den Grund der Abschaltung an.

Fazit: Lohnt sich LiFePO4 für dich?

Die Antwort hängt von deinem Nutzungsprofil ab:

LiFePO4 lohnt sich definitiv, wenn du: - Mehr als 50 Tage pro Jahr im Wohnmobil verbringst - Wert auf Autarkie und Wildcamping legst - Gewichtsprobleme bei der Zuladung hast - Langfristig denkst und Gesamtkosten betrachtest - Im Winter unterwegs bist (mit Heizmodell)

Bei AGM bleiben kannst du, wenn: - Du nur gelegentlich (unter 30 Tage/Jahr) unterwegs bist - Dein Wohnmobil meist am Landstrom hängt - Deine aktuelle AGM noch gut funktioniert - Das Budget sehr begrenzt ist

Die Technologie hat sich bewährt, die Preise sind in den letzten Jahren deutlich gefallen, und die Vorteile im Alltag sind enorm. Für die meisten aktiven Camper ist der Umstieg auf LiFePO4 eine der besten Investitionen ins Wohnmobil.

Nächster Schritt: Berechne mit unserem Energiebedarf-Rechner deinen tatsächlichen Strombedarf und finde heraus, welche Kapazität du wirklich brauchst. So vermeidest du Über- oder Unterdimensionierung und sparst bares Geld.

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